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Sonntag, 10. September 2017

Terranigma (1995)





Willkommen in den guten alten Zeiten der klassischen Japano-Rollenspiele, ein Wunderland, in dem Spiele noch so viel Liebe zum Detail und Vollständigkeit aufweisen, wie es der Videospielbranche seither nur noch selten gelingt. Nach dem lange überfälligen Chrono Trigger, das ich Anfang des Jahres nachgeholt habe, kam nun der SNES Titel Terranigma an die Reihe, seinerzeit 1995 in Japan, ein Jahr später in Europa veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein Action-Rollenspiel, in dem die Kämpfe in Echtzeit stattfinden, was mir nach dem rundenbasierten Chrono Trigger eine willkommene Abwechslung darstellte.

Sonntag, 20. August 2017

William Shakespeare – Gesammelte Werke (1616)




In einer plötzlichen Anwandlung, grobe grundsätzliche Lücken meines bisherigen Leserlebens füllen zu wollen, habe ich mir zunächst vier Stücke von Shakespeare vorgenommen. Vorher hatte ich Macbeth und Hamlet gelesen und in ein paar einzelnen Sonetten gestöbert; jetzt kommen dazu: Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Der Sturm und King Lear. Die Jahresangabe im Titel ist das Todesjahr Shakespeares, was mir aufgrund der gesammelten Behandlung der Stücke passend erschien, da zumindest zu diesem Zeitpunkt alles geschrieben war.

Sonntag, 30. Juli 2017

Thomas Bernhard – Der Untergeher (1983)




Auch dies Buch ist eine erste Begegnung mit einem für mich neuen Autor – diesmal Thomas Bernhard. Auf den Österreicher bin ich erst vor Kurzem gestoßen, doch eines habe ich sofort über ihn mitbekommen: er muss polarisiert haben, wie kaum ein anderer Schriftsteller seiner Zeit. Naturgemäß (hoppla, eines der Worte, die der gute Bernhard beinahe inflationär benutzt) war ich daran interessiert herauszufinden, was es mit ihm auf sich hat. Der Untergeher ist ein relativ schmaler Roman – ich habe gelesen, es gehe wohl irgendwie ums Klavierspielen (wovon ich nicht abgeneigt bin) – und so habe ich mir dieses Buch zum Einstieg zugelegt. Meine Gefühle dazu sind gemischter Art.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Patrick Süskind – Die Taube (1987)




„Die Taube“ erzählt von Jonathan Noel, ein Wachtmeister einer Bank in Paris. Er ist ein durch und durch langweiliger Mensch, dessen Leben in vollständiger Eintönigkeit verläuft. Der erste Satz der Novelle macht dies bereits deutlich:

Sonntag, 23. Juli 2017

Heinrich Böll – Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974)



Heinrich Böll – der deutsche Nachkriegsautor schlechthin, der als erster Deutscher nach dem zweiten Weltkrieg erneut mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde und damit die Souveränität der deutschen Literatur mehr oder weniger offiziell wiederhergestellt hat – eine grobe Lücke, von ihm noch nichts gelesen zu haben. Aus diesem Grund habe ich mir das sehr überschaubare Büchlein über die Katharina Blum zugelegt und dieses als passenden Einstieg in sein Werk betrachtet.

Freitag, 21. Juli 2017

Raymond Chandler – Der lange Abschied (1953)




Chandler gilt, zusammen mit Dashiell Hammett, als der Meister des Kriminalromans schlechthin; sieht man die berühmten alten Hollywood Filme der 40er Jahre, wird man unweigerlich ständig über den Namen dieses Autoren stolpern. Er hat eine Reihe von Romanen rund um die Figur des Philip Marlowe geschrieben, der in den legendären Film-noir Streifen von Humphrey Bogart verkörpert wurde. „Der lange Abschied“ ist der vorletzte dieser Romane, und der erste, den ich von ihm las.

Freitag, 14. Juli 2017

Haruki Murakami – Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (1985)





Murakami ist wohl der Autor, von dem ich bislang das meiste gelesen haben. Dieser Band ist nun schon sein zehntes Buch in meiner Sammlung, und er ist definitiv einer meiner Lieblingsschriftsteller. „Naokos Lächeln“ gehört zu meinen Lieblingsromanen und „Südlich der Grenze, Westlich der Sonne“, „Kafka am Strand“, „Mister Aufziehvogel“ und „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ habe ich alle sehr genossen. Nicht verwunderlich, dass meine Erwartungshaltung hier sehr hoch war, doch leider wurde der Roman dem nicht gerecht. Insgesamt fand ich das Buch nicht sehr gelungen.

Dienstag, 11. Juli 2017

William Faulkner – Licht im August (1932)






Teilweise tat ich mich etwas schwer mit diesem Roman Faulkners, etwa wenn ich an die ersten 100 Seiten denke. Zuerst ging es um die schwangere Lena, die von Alabama zu Fuß losging um den Mann zu finden, der sie verlassen hat, später ging es sehr ausführlich um die Entwicklung des irgendwie-Protagonisten Christmas. Generell ist es schwierig hier eine Hauptfigur auszumachen; wenn ich eine bestimmen müsste, wäre es wohl eben Christmas, ein in Clint-Eastwood-Manie maulfauler Antiheld.

Dienstag, 27. Juni 2017

Thomas Mann – Buddenbrooks: Verfall einer Familie (1901)






Zum ersten Mal fahre ich in wenigen Wochen rauf nach Norddeutschland, an die Ostsee. Unter anderem werde ich auch einen Halt in Lübeck einlegen – eine wunderbare, sympathische und authentische Stadt, sagte man mir. Gerade wegen den Verbindungen von Günter Grass und Thomas Mann zu Lübeck freue ich mich sehr darauf. Letztes Jahr erst las ich „Die Blechtrommel“ und ich bin gespannt, ob ich die ein oder andere Anspielung auf den kleinen Trommler sehen werde; die Buddenbrooks jedoch hatte ich noch nie gelesen, und ich erkannte diesen Zeitpunkt als den bestmöglichen, um diese Lücke zu füllen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Novalis – Heinrich von Ofterdingen (1802)




Jüngst befiel mich die Lust auf romantische Literatur. Bislang las ich hier nicht viel – lediglich Hoffmanns „Fräulein von Scuderi“, Goethes Werther (zumindest habe ich ihn als der Romantik zugehörig empfunden), Eichendorffs Taugenichts und Tiecks blonder Eckbert, soweit ich mich erinnere. Da mir die Romantik besonders in der klassischen Musik die liebste Epoche ist und mir auch die der Romantik nicht so weit entfernten Bilder des Impressionismus sehr gefallen, dachte ich, hier gebe es noch Nachholbedarf. Ich habe mir also den alten Klassiker von Novalis ausgesucht, der ja mit seinem Symbol der blauen Blume das Sinnbild der Romantik schlechthin begründete. Ich nehme mein Fazit vorweg: ich fand das Buch grauenhaft.

Montag, 5. Juni 2017

Jorge Luis Borges – Die unendliche Bibliothek (1923-1983)



               


Phantastische Literatur, magischer Realismus, Erneuerer der spanischen Literatur, der wichtigste argentinische Schriftsteller, das Nichtbekommen des Literaturnobelpreises, der blinde Bibliothekar – auf diese Schlagworte trifft man im Zusammenhang mit Borges immer und immer wieder. Einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller ist der Japaner Haruki Murakami, der es nahezu perfekt versteht, magisch anhaftende Geschichten zu erzählen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung fließend sind.