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Samstag, 10. Februar 2018

Jean-Paul Sartre - Der Ekel (1938)




Sartre war einer der größten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Er war ein Hauptvertreter des Existenzialismus und legte mit seinem monumentalen Werk „Das Sein und das Nichts“ das Fundament für diese Philosophie. „Der Ekel“ ist der erste und einer der wichtigsten Romane, der die existenzialistischen Ideen zu verarbeiten versuchte. Dem zunächst einseitig, später nahezu vollständig erblindeten Sartre wurde 1964 der Literaturnobelpreis zugesprochen, den dieser allerdings ablehnte entgegenzunehmen.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Richard Adams - Unten am Fluss (1972)





Auf dieses Buch stieß ich durch die Post-Hardcore Band Fall of Efrafa, deren Musik ich sehr schätze. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich herausgefunden hatte, dass deren Albumtrilogie (Owsla, Elil, Inle) mehr oder weniger eine Vertonung der Geschichte dieses Romans darstellte; und angesichts der düsteren, aber auch wunderschönen Musik, die diese Band für geeignet genug zur Versinnbildlichung des Romans hielt, war mein Interesse geweckt. Einigermaßen überrascht war ich anschließend, als ich feststellte, dass es sich bei „Unten am Fluss“ (engl. Titel: „Watership Down“) um eine große Abenteuerfabel mit Kaninchen in der Hauptrolle handelt.

Montag, 1. Januar 2018

Heinrich Spoerl - Die Feuerzangenbowle (1933)




Mit dem Untertitel „Eine Lausbüberei in der Kleinstadt“ wird der Leser vor der ersten Seite bekannt gemacht, und schnell wird klar, dass es sich um ein durchaus humoristisches Werk handelt. Ich finde, dass es eine nette kleine Geschichte für zwischendurch ist, auch weil man das Buch ziemlich schnell durchlesen kann.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Fjodor Dostojewski - Die Brüder Karamasoff (1880)




Gleich zur Sache, ohne Umschweife: In „Die Brüder Karamasoff“ erzählt Dostojewski die Geschichte vom wohl berühmtesten Vatermord in der Chronik der Weltliteratur. Ja, dieser Spoiler ist absolut unvermeidbar, wenn man etwas über das Buch loswerden möchte, und dieses Ereignis dürfte als derart allgemein bekannt vorausgesetzt werden wie etwa der verzweifelte Suizid der Anna Karenina. Es ist ein mächtiges psychologisches Werk, in dem alle Motive und stilistischen Eigenheiten Dostojewskis in einer Art von ekstatischem Schaffensrausch auf ein letztes Mal von dem großen russischen Schriftsteller kulminiert wurden.

Montag, 11. Dezember 2017

Final Fantasy VII (1997)




Final Fantasy VII ist ein weiteres Spiel, das schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste stand. Der schiere Umfang eines großen Rollenspiels schreckt mich oft ab, es auch zu beginnen, einfach weil man sehr lange daran gebunden ist; mit schlussendlich über 50 Stunden Spielzeit war auch dieses eines davon. Gelohnt hat es sich dennoch auf jeden Fall, auch wenn es einzelne Dinge gibt, die mich beim Spielen gestört haben.

Samstag, 2. Dezember 2017

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D (1998/2011)




Was ist zu diesem Spiel noch zu sagen, was nicht schon längst gesagt wurde? Wahrscheinlich ist tatsächlich nichts mehr offen, aber hier meine Gedanken. Ich habe das Spiel bereits als Kind auf dem N64 gespielt, aber nie komplett durchbekommen. Nun wurde es auf dem 3DS Zeit, dieses Versäumnis nachzuholen – als Meilenstein der Videospielgeschichte gilt es, für viele Fans gar als das beste Videospiel aller Zeiten. Um gleich mein Urteil vorwegzunehmen: Es ist in der Tat ein bemerkenswertes Spiel, mit einer Liebe zum Detail, die neuere Spiele heutzutage oftmals vermissen lassen. Dennoch halte ich es im Allgemeinen für überbewertet.

Samstag, 11. November 2017

Rainer Maria Rilke - Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910)





Von Rilke kannte ich bislang nur Einzelnes seiner Lyrik – sie ist vollkommen, unerschöpflich. Immer wieder findet man neue Facetten und Bilder, und viel davon habe ich bei der Lektüre seines einzigen Romans (den er selbst nie als Roman bezeichnet hatte) wiederentdeckt. Mit welcher Lust an der Sprache, und mit welcher Kunstfertigkeit er in den wenigen Worten des Dichters die Essenz der Dinge zu erfassen versteht, das zu lesen war eine große Freude.

Dienstag, 7. November 2017

Über die Kunst in Videospielen





Eigentlich seit ich zurückdenken kann begleiten mich in meinem Leben Videospiele. Im Alter des Heranwachsens waren sie unterhaltsam, und das sind sie noch immer. Allerdings hat sich mein Blick mittlerweile erweitert – nicht mehr die reine Unterhaltung suche ich in allem, sondern auch ein künstlerischer Anspruch entwickelte sich in mir. Wo für mich über Jahre hinweg eine tiefe Verbundenheit zu diesem Medium entstand, handelt es sich doch für einen großen Teil der Bevölkerung dabei nur um reine Kinderei – oder, angeregt durch die einzigen Mitteilungen aus dem Medium, die diese Menschen erreichen, um Aggressionskatalysatoren in Form von „Killer-Spielen“. Sinnlose, stumpf verlorene Zeit wird hier gesehen, sonst nichts. Dass es sich hier jedoch um eine Diskriminierung und Heuchelei sondergleichen handelt, möchte ich durch die Darlegung meiner Gedanken zu diesem Thema aufzeigen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Franz Kafka - Das Schloss (1926)




Ich bin ein großer Bewunderer Kafkas. „Der Process“ hat mir außerordentlich gut gefallen und seine berühmte Erzählung „Das Urteil“ nenne ich gar eine der besten, die je geschrieben wurden. „Die Verwandlung“ halte ich im Allgemeinen für überbewertet, auch wenn ich es in der Gesamtheit nicht schlecht finde. „Das Schloss“ beurteile ich eher weniger zugänglich, eher so wie „Amerika“ – aber dennoch bekommt man hier die volle Ladung des gedanklichen und sprachlichen Universums von Kafka.

Samstag, 21. Oktober 2017

David Foster Wallace - Unendlicher Spaß (1996)




Nur zufällig stieß ich über diesen Roman (ich weiß gar nicht mehr genau, wie), aber die Beschreibungen des Buches weckten mein Interesse; es war die Rede von einem postmodernen kolossalen Jahrhundertmeisterwerk in den Riegen von Pynchon und DeLillo, von einer Sprachgewalt und Experimentierfreudigkeit eines Ulysses und einem der wegweisendsten modernen Klassiker des beginnenden 21. Jahrhunderts. Alles Marketing-Geschwurbel? Ich hatte jedenfalls das ungewöhnlich starke Gefühl, dieses Buch mit seinen Gedanken in diesem Abschnitt meines Lebens lesen zu müssen, dass es mich vorwärtsbrächte und so habe ich mich trotz meines riesigen ungelesenen Stapels mit voller Kraft auf die Lektüre dieses Romans gestürzt. Und ich habe jedes einzelne Wort auf jeder der gut 1550 Seiten gelesen. Knapp zwei Monate lang. Was man definitiv über das Buch nicht sagen kann, ist der klischeemäßige Ausdruck: „Kein Satz, kein Wort darin ist zu viel geschrieben!“

Sonntag, 10. September 2017

Terranigma (1995)





Willkommen in den guten alten Zeiten der klassischen Japano-Rollenspiele, ein Wunderland, in dem Spiele noch so viel Liebe zum Detail und Vollständigkeit aufweisen, wie es der Videospielbranche seither nur noch selten gelingt. Nach dem lange überfälligen Chrono Trigger, das ich Anfang des Jahres nachgeholt habe, kam nun der SNES Titel Terranigma an die Reihe, seinerzeit 1995 in Japan, ein Jahr später in Europa veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein Action-Rollenspiel, in dem die Kämpfe in Echtzeit stattfinden, was mir nach dem rundenbasierten Chrono Trigger eine willkommene Abwechslung darstellte.