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Sonntag, 12. November 2017

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Aktuelles Buch: Fjodor M. Dostojewski - Die Brüder Karamasoff (1344 Seiten)
Aktuelles Spiel: Final Fantasy VII

Derzeit kann es also bis zur nächsten Rezension wieder ein paar Wochen dauern. Seht euch gern auf dem restlichen Blog um  und folgt mir auf Twitter, um Updates direkt zu erhalten.

Samstag, 11. November 2017

Rainer Maria Rilke - Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910)





Von Rilke kannte ich bislang nur Einzelnes seiner Lyrik – sie ist vollkommen, unerschöpflich. Immer wieder findet man neue Facetten und Bilder, und viel davon habe ich bei der Lektüre seines einzigen Romans (den er selbst nie als Roman bezeichnet hatte) wiederentdeckt. Mit welcher Lust an der Sprache, und mit welcher Kunstfertigkeit er in den wenigen Worten des Dichters die Essenz der Dinge zu erfassen versteht, das zu lesen war eine große Freude.

Dienstag, 7. November 2017

Über die Kunst in Videospielen - Ein Essay





Eigentlich seit ich zurückdenken kann begleiten mich in meinem Leben Videospiele. Im Alter des Heranwachsens waren sie unterhaltsam, und das sind sie noch immer. Allerdings hat sich mein Blick mittlerweile erweitert – nicht mehr die reine Unterhaltung suche ich in allem, sondern auch ein künstlerischer Anspruch entwickelte sich in mir. Wo für mich über Jahre hinweg eine tiefe Verbundenheit zu diesem Medium entstand, handelt es sich doch für einen großen Teil der Bevölkerung dabei nur um reine Kinderei – oder, angeregt durch die einzigen Mitteilungen aus dem Medium, die diese Menschen erreichen, um Aggressionskatalysatoren in Form von „Killer-Spielen“. Sinnlose, stumpf verlorene Zeit wird hier gesehen, sonst nichts. Dass es sich hier jedoch um eine Diskriminierung und Heuchelei sondergleichen handelt, möchte ich durch die Darlegung meiner Gedanken zu diesem Thema aufzeigen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Franz Kafka - Das Schloss (1926)




Ich bin ein großer Bewunderer Kafkas. „Der Process“ hat mir außerordentlich gut gefallen und seine berühmte Erzählung „Das Urteil“ nenne ich gar eine der besten, die je geschrieben wurden. „Die Verwandlung“ halte ich im Allgemeinen für überbewertet, auch wenn ich es in der Gesamtheit nicht schlecht finde. „Das Schloss“ beurteile ich eher weniger zugänglich, eher so wie „Amerika“ – aber dennoch bekommt man hier die volle Ladung des gedanklichen und sprachlichen Universums von Kafka.

Samstag, 21. Oktober 2017

David Foster Wallace - Unendlicher Spaß (1996)




Nur zufällig stieß ich über diesen Roman (ich weiß gar nicht mehr genau, wie), aber die Beschreibungen des Buches weckten mein Interesse; es war die Rede von einem postmodernen kolossalen Jahrhundertmeisterwerk in den Riegen von Pynchon und DeLillo, von einer Sprachgewalt und Experimentierfreudigkeit eines Ulysses und einem der wegweisendsten modernen Klassiker des beginnenden 21. Jahrhunderts. Alles Marketing-Geschwurbel? Ich hatte jedenfalls das ungewöhnlich starke Gefühl, dieses Buch mit seinen Gedanken in diesem Abschnitt meines Lebens lesen zu müssen, dass es mich vorwärtsbrächte und so habe ich mich trotz meines riesigen ungelesenen Stapels mit voller Kraft auf die Lektüre dieses Romans gestürzt. Und ich habe jedes einzelne Wort auf jeder der gut 1550 Seiten gelesen. Knapp zwei Monate lang. Was man definitiv über das Buch nicht sagen kann, ist der klischeemäßige Ausdruck: „Kein Satz, kein Wort darin ist zu viel geschrieben!“

Sonntag, 10. September 2017

Terranigma (1995)





Willkommen in den guten alten Zeiten der klassischen Japano-Rollenspiele, ein Wunderland, in dem Spiele noch so viel Liebe zum Detail und Vollständigkeit aufweisen, wie es der Videospielbranche seither nur noch selten gelingt. Nach dem lange überfälligen Chrono Trigger, das ich Anfang des Jahres nachgeholt habe, kam nun der SNES Titel Terranigma an die Reihe, seinerzeit 1995 in Japan, ein Jahr später in Europa veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein Action-Rollenspiel, in dem die Kämpfe in Echtzeit stattfinden, was mir nach dem rundenbasierten Chrono Trigger eine willkommene Abwechslung darstellte.

Sonntag, 20. August 2017

William Shakespeare – Gesammelte Werke (1616)




In einer plötzlichen Anwandlung, grobe grundsätzliche Lücken meines bisherigen Leserlebens füllen zu wollen, habe ich mir zunächst vier Stücke von Shakespeare vorgenommen. Vorher hatte ich Macbeth und Hamlet gelesen und in ein paar einzelnen Sonetten gestöbert; jetzt kommen dazu: Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Der Sturm und King Lear. Die Jahresangabe im Titel ist das Todesjahr Shakespeares, was mir aufgrund der gesammelten Behandlung der Stücke passend erschien, da zumindest zu diesem Zeitpunkt alles geschrieben war.

Sonntag, 30. Juli 2017

Thomas Bernhard – Der Untergeher (1983)




Auch dies Buch ist eine erste Begegnung mit einem für mich neuen Autor – diesmal Thomas Bernhard. Auf den Österreicher bin ich erst vor Kurzem gestoßen, doch eines habe ich sofort über ihn mitbekommen: er muss polarisiert haben, wie kaum ein anderer Schriftsteller seiner Zeit. Naturgemäß (hoppla, eines der Worte, die der gute Bernhard beinahe inflationär benutzt) war ich daran interessiert herauszufinden, was es mit ihm auf sich hat. Der Untergeher ist ein relativ schmaler Roman – ich habe gelesen, es gehe wohl irgendwie ums Klavierspielen (wovon ich nicht abgeneigt bin) – und so habe ich mir dieses Buch zum Einstieg zugelegt. Meine Gefühle dazu sind gemischter Art.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Patrick Süskind – Die Taube (1987)




„Die Taube“ erzählt von Jonathan Noel, ein Wachtmeister einer Bank in Paris. Er ist ein durch und durch langweiliger Mensch, dessen Leben in vollständiger Eintönigkeit verläuft. Der erste Satz der Novelle macht dies bereits deutlich:

Sonntag, 23. Juli 2017

Heinrich Böll – Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974)



Heinrich Böll – der deutsche Nachkriegsautor schlechthin, der als erster Deutscher nach dem zweiten Weltkrieg erneut mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde und damit die Souveränität der deutschen Literatur mehr oder weniger offiziell wiederhergestellt hat – eine grobe Lücke, von ihm noch nichts gelesen zu haben. Aus diesem Grund habe ich mir das sehr überschaubare Büchlein über die Katharina Blum zugelegt und dieses als passenden Einstieg in sein Werk betrachtet.

Freitag, 21. Juli 2017

Raymond Chandler – Der lange Abschied (1953)




Chandler gilt, zusammen mit Dashiell Hammett, als der Meister des Kriminalromans schlechthin; sieht man die berühmten alten Hollywood Filme der 40er Jahre, wird man unweigerlich ständig über den Namen dieses Autoren stolpern. Er hat eine Reihe von Romanen rund um die Figur des Philip Marlowe geschrieben, der in den legendären Film-noir Streifen von Humphrey Bogart verkörpert wurde. „Der lange Abschied“ ist der vorletzte dieser Romane, und der erste, den ich von ihm las.